Zunächst die wichtigste Nachricht: Der hormonell bedingte Haarausfall in den Wechseljahren (meist eine Form der androgenetischen Alopezie) führt bei Frauen fast nie zu einer kompletten Glatze, sondern äußert sich eher durch eine Ausdünnung im Scheitelbereich. Für viele ist die Dauer des Haarausfalls in den Wechseljahren entscheidend, da sie sich fragen, wie lange diese Phase tatsächlich andauert.
Wie lange dieser Prozess anhält, ist individuell verschieden, lässt sich aber grob in Phasen unterteilen:
- Die Umstellungsphase (Perimenopause): Oft beginnt das Haar bereits einige Jahre vor der letzten Regelblutung dünner zu werden. Diese Phase kann 2 bis 5 Jahre dauern, während der Hormonspiegel (besonders das Östrogen) stark schwankt.
- Die Stabilisierungsphase (Postmenopause): Sobald sich der Körper an das neue, niedrigere Hormonlevel gewöhnt hat, stabilisiert sich der Zustand bei vielen Frauen von selbst. Dies ist meist 1 bis 3 Jahre nach der Menopause der Fall.
Warum dauert es so lange?
Haarausfall ist ein „langsames“ Symptom. Da jedes Haar einen Wachstumszyklus durchläuft, reagiert die Kopfhaut zeitversetzt auf hormonelle Veränderungen. Ein Haar, das heute ausfällt, hat den Wachstumstopp oft schon vor drei Monaten erfahren.
Einflussfaktoren auf die Dauer
Die Dauer und Intensität hängen von verschiedenen Faktoren ab:
- Genetik: Wie empfindlich reagieren die Haarwurzeln auf das nun dominantere Testosteron?
- Nährstoffstatus: Ein Eisen- oder Vitamin-D-Mangel kann den hormonellen Haarausfall unnötig verlängern.
- Stress: Cortisol ist ein „Haarkiller“ und kann die wechseljahresbedingte Ausdünnung verschlimmern.
Wichtiger Hinweis: Wenn der Haarausfall schubweise sehr massiv auftritt oder länger als ein Jahr ohne Tendenz zur Besserung anhält, sollte unbedingt die Schilddrüse überprüft werden, da diese in den Wechseljahren ebenfalls oft aus dem Takt gerät.
Susanne Gress

Susanne Gress ist mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem einfühlsamen Wesen die herzliche Seele des Perücken Kompetenzzentrums Esslingen. Seit vielen Jahren widmet sie sich mit Leidenschaft dem Thema Perücken und Haarersatz, wobei ihr Fokus stets auf den individuellen Bedürfnissen und dem Wohlbefinden ihrer Kunden liegt. Ihre Expertise, insbesondere im Umgang mit sensiblen Situationen wie Haarausfall durch Chemotherapie, macht sie zu einer gefragten und vertrauenswürdigen Ansprechpartnerin. Mit ihrem fundierten Fachwissen und ihrem tiefen Verständnis für Stil und Schönheit schafft sie es, nicht nur die passende Perücke zu finden, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln.
Peter Gress

Peter Gress ist seit 1973 ein erfahrener Friseurmeister und war 36 Jahre lang selbstständiger Friseurunternehmer. Als IHK-geprüfter Strategieberater bringt er umfassendes Fachwissen in die Beratung ein und ist heute als Friseurfach-Berater eine tragende Säule im Perücken Kompetenzzentrum. Seine langjährige Praxis und sein Engagement für Qualität machen ihn zu einem vertrauenswürdigen Experten in seinem Fachgebiet.